Messer für Bogenschützen: Geburtsstunde des Yeoman von Steffen Meyer

Entwurf des Yeoman Bogenmessers für Bogenschützen

Jeder traditionelle Bogenschütze weiß genau wie wichtig ein Messer auf dem Bogenparcours ist. Gerne landet mal ein Fehlschuß im Holz und steckt fest. Dann brauchst Du ein robustes Messer, dass Du in das Holz neben die eingedrungene Pfeilspitze drücken oder schlagen kannst. Mit ein wenig Fingerspitzengefühl und Geduld bekommst Du dann Deinen Pfeil unversehrt wieder heraus.

Hier darf man dem Meister bei der Arbeit auch zuschauen

Für diese Art der Anwendung stellen sich besondere Anforderungen an ein „Bogenmesser“. Die Klinge muß robust sein und die Klingenspitze darf bei Stechen und Hebeln nicht abbrechen. Das Griffende muß den Druck der Handfläche beim Schlagen gut aufnehmen, in gerader Linie auf die Spitze übertragen und darf dabei in der Hand nicht Schmerzen. Außerdem soll es etwas besonderes sein und den individuellen Ansprüchen genügen.

Ein vernünftiges Bogenmesser kann kein Messer von der Stange sein. Daher hat sich der Bogenfreund auf dem Weg zu einem echten Spezialisten gemacht, der seit kurzem die Messerszene aufmischt: dem Messermacher Steffen Meyer aus Buchholz, in der Lüneburger Heide.

Beim Besuch in den „heiligen Hallen“ des Messermachers hat es dann auch nicht lange gedauert, bis das Messer-Design stand: eine stilisierte Reaper-Klinge, die in Ihrer Form einer Mischung aus Jagdspitze und Nadelbodkin ähnelt, ein Griffstück aus dem traditionellen Bogenbauerholz Eibe mit Übergang von Kern- in Splintholz und eine kräftige Lederscheide mit Gürtelschlaufe und Magnesium-Feuerstarter. Schließlich soll das Bogenmesser stets griffbereit an der Person getragen werden und auch nach dem Bogenschießen, den Weg in einen geselligen Abend beim Lagerfeuer bereiten.

Ein Name war schnell gefunden: Yeoman

Ein Meyer Messer kann Leben retten! Hier Gregor mit seinem Badlander 2.0 bei einem Parcoursbesuch im ARTchers Land:-)

So wurden  im England des 17. und 18. Jahrhunderts die selbstbewußten Freibauern bezeichnet. Sie waren nicht eindeutig in eine bestimmte gesellschaftliche Klasse einzugrenzen, zählten auch zu den Freisassen und dienten im Kriegsfall als Langbogenschützen.
Als klassisches Bogenholz kam hier der Eibenbogen zum Einsatz, daher lag es nahe das Griffstück für ein echtes Bogenmesser aus Eibe anzufertigen.

Der Meister in nun bei der Arbeit und die Spannung steigt auf den Moment, wenn das erste Yeoman Bogenmesser das Licht der Welt erblickt. Bilder und Bericht werden folgen!

Messermacher Spezialist und angenehmer Zeitgenosse, Steffen Meyer

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