Bogenfeund Tipp: mittelalterliche Pfeilspitzen

Erschwingliche Mittelalter Pfeilspitzen

Für alle Freunde des traditionellen Bogensports, die mit ihrem Langbogen gerne hin und wieder in dasMittelalter abtauchen, gibt es hier eine Empfehlung zum Thema Pfeile selber bauen.

Echte Hingucker - Mittelalterpfeile

Nicht jede(r) hat die Möglichkeit, das notwendige Geschick und /oder die Zeit, sich mittelalterliche Pfeilspitzen selber zu schmieden. Auch die Suche nach einem Schmied „um die Ecke“ ist nicht immer von Erfolg gekrönt.
Aber wie wäre es, Dir diese Spitzen einfach nach Hause liefern zu lassen? Im Wildnissport Shop gibt es eine große Auswahl an Mittelalter Pfeilspitzen in guter Qualität und zu einem echt guten Preis.
Passend für konisch angespitzte 11/32 und 23/64 Holzschäfte.

Hier folgt eine Übersicht über die oben aufgefürten mittelalterlichen Pfeilspitzen:

Der Nadelbodkin
Wohl die gefürchteste Pfeilspitze im Mittelalter.
Wird sie von einem starken Langbogen abgeschossen, durchschlägt sie spielend leicht Kettenhemden und  auch Plattenrüstungen (Eindringtiefe abhängig von der dicke des Stahls).
Dieser Spitze fielen Scharen von Rittern zum Opfer.
Die Effektivität beruht auf dem geringen Spitzendurchmesser, der die gesamte Durchschlagskraft auf einen kleinen Punkt konzentriert.

Die Seilschneider-Spitze
An ihr scheiden sich die Geister und der Name ist irreführend, da es ohne weiteres nicht wirklich möglich ist, damit ein Seil zu kappen. Denn ein abgeschossener Pfeil dreht sich im Flug. Eigene Beschußtests mit 50 lbs Bögen auf 8mm starke Seile haben erst nach aufwendiger Ermittlung der richtigen Distanz und auf straff gespannte Seile zum Erfolg geführt.
Funde dieser Pfeilspitzen auf dem 1545 untergegangenen englischen Kriegsschiff „Mary Rose“ von König Henry VIII lassen vermuten, daß mit Seilschneidern ausgestattete Pfeile dazu eingesetzt wurden, um große Löcher in gegnerische Segel zu schießen.
Aber auch die Verwendung bei der Jagd auf Vogelwild wird diskutiert.

Die Brandpfeilspitze
„Das hält zusammen wie Pech und Schwefel“.
Gemeint ist eine klebrige Mischung aus Teer und Schwefel, die einmal angezündet, eine große Hitze entwickelt und lange brennt. Brandpfeile kamen bei jeder Belagerung zum Einsatz, um die Moral der belagerten Burg- oder Stadtbewohner zu brechen.
So ein Brandpfeil wurde mit 150-200 km/h bis zu 300m weit geschossen. Da stellt sich die Frage wieso diese „Feuerpfeile“ im Flug nicht ausgingen. Eine auf historischen Quellen beruhende Rezeptur beinhaltet eine Kombination aus Eisenspänen, Salpeter und Zunder (getrocknetes Fruchtfleisch des Zunderschamm-Pilzes). Das ganze wurde in ein Wachstuch gewickelt und in flüssigen Schwefel getränkt. Einmal angezündet brennt so eine „Feuerspitze“ lichterloh und heiß. Im Flug fungiert Salpeter als Brandbeschleuniger und hindert das Feuer am Ausgehen.

Amboßbodkin und Blattspitze
Diese Spitzenvarianten sind kurz und kräftig und wurden vornehmlich dazu eingesetzt Rüstungen zu durchschlagen. Man stelle sich einen Ritter in einer „Blechdose“ vor, der mit einer Pfeilwolke von solchen Kriegspfeilen eingedeck wird. Im besten Fall gleiteten die Pfeile ab. Im schlechten Fall beulten die Pfeile die Rüstung ein (was durchaus unangenehm sein kann) oder durchschlugen diese. Heutige Beschußtests von Plattenrüstungen in 2mm Stahlstärke zeigen, daß die Pfeile beim Durchchlagen nicht sehr weit eindringen. Man kann dafür aber davon ausgehen, daß selbst nur eine Eindringtiefe von wenigen cm bereits unangenehme Folgen für den Ritter hatten. Mal abgesehen von dem psychologischen Moment, den Druck, etwaige Verletzung und Wundbrand (viele Bogenschützen steckten die Pfeile vor dem Abschuß mit Absicht in die Erde).

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